Willkommen beim Laurentius-Musikverlag

Sie finden auf diesen Seiten Informationen zu unserem Profil. Wir informieren Sie über unser Verlags-Programm und aktuelle Neuerscheinungen; die bei uns verlegten zeitgenössischen Komponisten stellen wir in Kurzbiographien vor. 

Zwei symphonische Dichtungen von Alexander Ritter

Der deutsch-russische Komponist Alexander Ritter (1833–1896) hat in Dresden schon sehr früh Richard Wagner kennen gelernt und stand später mit ihm im regen Briefkontakt. Er studierte in Leipzig Violine bei Ferdinand David; 1844 bereits lernte er Franz Liszt kennen. Ritter gehörte zum Kreis von Peter Cornelius und Joachim Raff. Er war Violinist in der Weimarer Hofkapelle. 1854 heiratete er Franziska Wagner, eine Nichte von Richard Wagner. Nach Engagements als Geiger und Dirigent in Stettin, Würzburg und Chemnitz wurde er 1882 unter Hans von Bülow Konzertmeister an der Meininger Hofkapelle. In Meiningen lernte er auch Richard Strauss kennen, der später in seinen Erinnerungen schreiben sollte, dass Ritter „entscheidenden Ausschlag für meine zukünftige Entwicklung“ haben sollte. 1886 finden wir Alexander Ritter in München, wie er sich um die Förderung junger Komponisten kümmerte.

Ritters künstlerisches Denken und seine gesamte weitere Laufbahn blieb bis zuletzt von den Idealen der Neudeutschen Schule geprägt. Dieser Einfluss erstreckte sich insbesondere auf seine symphonischen Dichtungen. Ungeachtet einiger offensichtlicher Nachahmungen weisen diese Kompositionen wesentliche Merkmale eines eigenen Stils Ritters auf. Das gilt zumal für sein wenig bekanntes Spätwerk, die beiden selbständigen Orchesterstücke Charfreitag und Frohnleichnam (Originaltitel des Komponisten). Sie sind als eine Art musikalisches Diptychon auf christliche (katholische) Thematik angelegt. Beide entstanden in München: Das erste wurde am 20. Juni, das zweite am 6. Juli 1893 vollendet.

 

Alexander Ritter: Zwei symphonische Dichtungen: Charfreitag - Frohnleichnam für Orchester (1893). Erstausgabe, herausgegeben von Denis Lomtev.

LMV 299. Partitur. 28,00 €.

 

Frankfurter Krönungskantate von Gottfried Heinrich Stölzel

Gottfried Heinrich Stölzel (1690–1749), der als Hofkapellmeister in Gotha ab November 1719 bis zu seinem Tod wirkte, komponierte die Kantate Und der Herr sprach: Auf und salbe ihn anlässlich der Inthronisierung von Franz I. (1708–1765) zum deutschen Kaiser. Die diesbezüglichen Festlichkeiten begannen am Montag, dem 4. Oktober 1745, mit den Krönungsfestlichkeiten im Frankfurter Dom, durchgeführt von den Erzbischöfen von Köln, Mainz und Trier in Anwesenheit der Gesandten verschiedener Fürsten- und Herzogtümer. Die darauf folgenden Tage waren mit feierlichen Theater- und Konzertveranstaltungen gefüllt, und am Sonntag, dem 10. Oktober, fanden evangelische und katholische Dankgottesdienste in den Frankfurter Kirchen statt. Auf einem von denen erklang höchstwahrscheinlich die Kantate Stölzels, die nun in einer Erstausgabe des Moskauer Musikwissenschaftlers Denis Lomtev nach der autografen Partitur aus der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt vorgelegt wird.

 

Gottfried Heinrich Stölzel: Und der Herr sprach: Auf und salbe ihn. Kantate für Kaiserkrönung von Kaiser Franz I. (1745) für Soli (SATB), Chor (SATB) und Orchester. Erstausgabe, herausgegeben von Denis Lomtev.

LMV 295. Partitur. 34,00 €.

 

_________________________________________________________________________________________

 

Letzte Aktualisierung der Website: 07.05.2019