Willkommen beim Laurentius-Musikverlag

Sie finden auf diesen Seiten Informationen zu unserem Profil. Wir informieren Sie über unser Verlags-Programm und aktuelle Neuerscheinungen; die bei uns verlegten zeitgenössischen Komponisten stellen wir in Kurzbiographien vor. 

Bernhard Sekles: 137. Psalm - Aufführung mit dem Chor der Oper Frankfurt in der Frankfurter Paulskirche

Gemeinsam mit zahlreichen Künstler*innen und Partner*innen begingen die Städtischen Bühnen den diesjährigen Holocaust-Gedenktag am 27.01.2024 in der Frankfurter Paulskirche mit einem Abend mit Musik und Texten. An diesem Abend führte der Chor der Oper Frankfurt (Leitung: Tilman Michael) den 137. Psalm (An den Wassern Nabylons) von Bernhard Sekles auf. Die Kritikerin der FAZ schrieb dazu: "Das Bleiben bis zum Schluss aber lohnt, es sind Perlen im Programm, großartige Entdeckungen wie die Kantate „Der 137. Psalm – An den Wassern Babylons“ des einstigen Leiters des Hoch’schen Konservatoriums, Bernhard Sekles (1872-1934), dessen Musik sofort 1933 von den Nationalsozialisten verboten worden ist. Der Chor der Oper Frankfurt unter Leitung von Tilman Michael hat das Werk einstudiert, …"

"An der Strömen Babels, dort saßen wir und weinten, wenn wir uns an Zion erinnerten", so beginnt Psalm 137, das berühmte Klagelied. Als Bernhard Sekles 1933/34 diesen Psalm vertonte, war auch er in einer katastrophalen, verzweifelten Lage. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor Sekles im Frühjahr 1933 sofort seine Stelle als Leiter des Hoch'schen Konservatoriums in seiner Heimatstadt Frankfurt. Dieses Konservatorium hatte Bernhard Sekles (*1872 in Frankfurt a.M.) durch zahlreiche Reformen zu einer renommierten Ausbildungsstätte geformt; u.a. hatte Sekles dort die weltweit erste Klasse für Jazzmusik an einer Musikakademie gegründet. Zu Sekles' Kompositionsschülern zählten u.a. Paul Hindemith und Theodor W. Adorno.

Sekles' Werke, die sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreut hatten, durften nach 1933 nicht mehr öffentlich aufgeführt werden; nur in Aufführungen der Jüdischen Kulturbünde wurden einzelne Werke von Sekles nach 1933 noch aufgeführt. Am 8. Dezember 1934 verstarb Sekles in einem jüdischen Altenheim in Frankfurt a.M. Der 137. Psalm, Sekles' letzte Komposition, wurde posthum am 15.10.1935 in der Frankfurter Westendsynagoge bei einer "musikalischen Weihestunde" uraufgeführt.

Weitere Informationen zu Bernhard Sekles' 137. Psalm und der Notenausgabe im Lauentius-Musikverlag finden Sie hier.

Programm Erinnern für jetzt und die Zukunft
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Die Weihnachtsgeschichte nach dem Koran

Bei einer interreligiösen Liederwerkstatt entstand die Idee, dem christlichen Weihnachtslied "Maria durch ein Dornwald ging" eine Textvariante zu unterlegen, die die Weihnachtsgeschichte in der Version wiedergibt, in der sie der Koran erzählt. Diese interreligiöse Kontrafaktur fand Eingang in das Interreligiöse Liederbuch, das Bettina Strübel 2017 bei Breitkopf & Härtel herausgab. Die aserbaidschanische Komponistin Khadija Zeynalova hat auf Basis dieses Lieds 2020 die interreligöse Weihnachtskantate "Maria durch die Wüste ging" geschaffen.

 

 

Khadija Zeynalova: Maria durch die Wüste ging für Sopran solo, gemischten Chor und Streichquintett (2 Violinen, Viola, Cello und Kontrabass).

LMV 432. Partitur. 15,00 €. LMV 432-01. Chorpartitur. 3,50 €. LMV 432-02. Stimmensatz. 8,00 €.

Strauss: Tod und Verklärung - Klaviertranskription von Severin von Eckardstein auf CD erschienen

Der Pianist Severin von Eckardstein hat seine Klaviertranskription von Richard Strauss' "Tod und Verklärung" auf CD eingespielt ("Vers la flamme" bei CAvi). Zum ersten Mal spielte Severin von Eckardstein seine Klavierfassung von Tod und Verklärung am 10. April 2022 in Quickborn; er konzertierte damit auch in Moers beim Klavierfestival Ruhr, in Tiflis während des Tbilisi Piano Fest, in der Wigmore Hall London, im Salle Cortot in Paris und im Brucknerhaus Linz. Die Notenausgabe ist im Laurentius-Musikverlag erschienen.

 

 

Richard Strauss: Tod und Verklärung. Tondichtung für großes Orchester, op. 24 (1888/89). Fassung für Klavier solo von Severin von Eckardstein.

LMV 435. 29,00 €.

Kinderstücke für Klavier solo von Khadija Zeynalova

Das Heft "Kinderstücke für Klavier solo"  der aserbaidschanischen Komponistin und Musikpädagogin Khadija Zeynalova ist für das Klavierrepertoire für Kinder in Musikschulen und Musik-Fachhochschulen bestimmt. Jede Komposition hat eine bestimmte Spieltechnik am Klavier, die von den Kindern gespielt und gelernt wird. Das Heft besteht aus 20 Stücken.
Der Schwierigkeitsgrad der Kompositionen ist für jedes Stück anders. Die Stücke beinhalten verschiedene Spieltechnik, Dynamik, herausfordernde Passagen und andere technische Schwierigkeiten, die für Kinder noch spielbar und erlernbar sind.
Jede Komposition ist mit wunderbaren Bildern von Marziya Tagiyeva illustriert. So sind die Stücke für Kinder optisch und spielerisch attraktiv.
Khadija Zeynalova bereichert mit diesem Buch das Klavierrepertoire für Kinder und gibt die Möglichkeit, sich als Pianisten weiterzuentwickeln und technische und interpretatorische Herausforderungen zu beherrschen.

 

Khadija Zeynalova: Kinderstücke für Klavier solo. Mit 20 farbigen Illustrationen von von Marziya Tagiyeva.

LMV 440. 20,00 €.

Uraufführung der Missa Ukraina im Wiener Stephansdom

Am 24. Februar 2022 begann Russland einen groß angelegten Angriffskrieg auf die Ukraine. Martin Hoffmann komponierte daraufhin in nur wenigen Tagen als Reflex auf die aktuelle Kriegssituation seine „Missa Ukraina“. Sie ist also im wahrsten Sinne eine „Missa in tempore belli“. Aus der uns allen mittlerweile tragisch vertrauten Nationalhymne der Ukraine entsteht zunächst im Kyrie ein gregorianisch inspirierter cantus firmus, der dann immer wieder von der Singstimme alludiert wird. 

Die Messe ist für eine Singstimme (Sopran, Tenor) und Orgel (Klavier) geschrieben, wobei durchaus auch ein Wechsel zwischen Solo und einstimmigem Chor möglich ist.

Sowohl das politisch-historische Momentum des Krieges als auch die aktuelle kirchenmusikalische Situation, in der als Folge der Corona-Pandemie solistisch besetzte Kirchenmusik besondere Brisanz und Aufmerksamkeit erhält, sind Motivation zur Veröffentlichung dieser Messe.

Im Wiener Stephansdom fand am 16. Februar 2023 im Rahmen eines Gottesdienstes die Uraufführung der "Missa Ukraina" von Martin Hoffmann statt. Die Interpreten waren der Wiener Domkapellmeister Markus Landerer (Orgel) und der renommierte Tenor Daniel Johannsen, einer der zur Zeit gefragtesten Bachtenöre seiner Generation.

 

Martin Hoffmann: Missa Ukraina für hohe Stimme und Orgel (2022). 

LMV 427. Partitur. 16,00 €

 

 

von links nach rechts: Daniel Johannsen, Martin Hoffmann, Markus Landerer

Widmar Hader verstorben

Am 6. Januar 2023 verstarb in Regensburg der Komponist Widmar Hader im Alter von 81. Jahren. Widmar Haders Œuvre umfasst Opern-, Orchester-, Ballett-, Kammer-, Klavier-, Orgel- und Vokalmusik. Werke von Widmar Hader wurden in fast allen europäischen Ländern, Israel, Südafrika, Südamerika und den USA aufgeführt. Seine Kompositionen wurden u.a. aufgeführt vom Israel Chamber Orchestra, dem Südwestdeutschen Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Suk-Kammerorchester (Leoš Svárovský), den Stuttgarter Philharmonikern, dem Arcis Quintett, dem Vokalsextett Singer Pur und renommierten Solisten wie Armin Rosin, Willy Freivogel, Rose Marie Zartner, Gerhard Siegel und Thomas E. Bauer. Verlegt wurden Werke von Widmar Hader u.a. von Astoria (Schott), Bärenreiter, Bosse, Molinari, Noetzel, Ries & Erler und im Laurentius-Musikverlag.

Am 29. Januar 2023 fand unter großer öffentlicher Anteilnahme ein Requiem für Widmar Hader in der Kirche St. Vitus in Regensburg statt, das von Andreas Willscher, Dietmar Gräf und Moravia Cantat (Leitung: Wolfram Hader) musikalisch gestaltet wurde.

 

Nachruf Widmar Hader
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Erstausgabe im Jubiläumsjahr: Bernhard Sekles (1872-1934): Der 137. Psalm 

"An der Strömen Babels - dort saßen wir und weinten, wenn wir uns an Zion erinnerten", so beginnt Psalm 137, das berühmte Klagelied. Als Bernhard Sekles 1933/34 diesen Psalm vertonte, war auch er in einer katastrophalen, verzweifelten Lage. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor Sekles im Frühjahr 1933 sofort seine Stelle als Leiter des Hoch'schen Konservatoriums in seiner Heimatstadt Frankfurt. Dieses Konservatorium hatte Bernhard Sekles (*1872 in Frankfurt a.M.) durch zahlreiche Reformen zu einer renommierten Ausbildungsstätte geformt; u.a. hatte Sekles dort die weltweit erste Klasse für Jazzmusik an einer Musikakademie gegründet. Zu Sekles' Kompositionsschülern zählten u.a. Paul Hindemith und Theodor W. Adorno.

Sekles' Werke, die sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreut hatten, durften nach 1933 nicht mehr öffentlich aufgeführt werden; nur in Aufführungen der Jüdischen Kulturbünde wurden einzelne Werke von Sekles nach 1933 noch aufgeführt. Am 8. Dezember 1934 verstarb Sekles in einem jüdischen Altenheim in Frankfurt a.M. Der 137. Psalm, Sekles' letzte Komposition, wurde posthum am 15.10.1935 in der Frankfurter Westendsynagoge bei einer "musikalischen Weihestunde" uraufgeführt.

Im Jubiläumsjahr (150. Geburtstag von Bernhard Sekles) erscheint dieses Werk nun in einer Erstausgabe von Edmund Brownless, der von 1990 bis 2021 Dozent für Gesang und Alte Musik an Dr. Hoch's Konservatorium - Musikakademie Frankfurt a.M. war.

Sekles' Psalm 137 wird im Rahmen des 16. Frankfurter Tehillim-Psalmen-Projekts vom Interreligiösen Chor Frankfurt einstudiert und am 23.11.2022 im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum in Frankfurt a.M. aufgeführt.

 

Bernhard Sekles: Der 137. Psalm (An den Wassern Babylons) für gemischten Chor, Solo-Sopran und Orgel, op. 45 (1933/34). Erstausgabe, herausgegeben von Edmund Brownless.

LMV 424. Partitur. 19,00 €. LMV 424-01. Chorpartitur. 9,50 €.

Franz Schubert: Drei Motetten für Frauenchor und Klavier

Franz Schuberts „Gott ist mein Hirt“ gehört zu den schönsten Werken des Frauenchorrepertoires. Dieses Werk hat Jonathan Heinrich nun zu einem kleinen Motetten-Zyklus für Frauenchor und Klavier erweitert. Zu Beginn steht eine freie Bearbeitung des schlichten wie eindrücklichen Strophenliedes „Vom Mitlied Mariae“, die die zweistimmige Klavierbegleitung immer mehr in den vokalen Satz wandern lässt und mit einer dichten, chromatisch gespannten a capella-Strophe des Frauenchores endet.

Am Ende des Tryptichon steht das selten gehörte „Gott in der Natur“. Ursprünglich in C-Dur und wohl für solistisches Frauenstimmenquartett gedacht, kommt die Transposition (in der geübten Praxis bei Lied-kompositionen) um einen Ganzton nach unten den stimmlichen Möglichkeiten moderner Frauenchöre entgegen. 

 

Franz Schubert: Drei Motetten für Frauenchor und Klavier, bearbeitet von Jonathan Heinrich (1. Vom Mitleiden Mariä [Schlegel] - 2. Gott ist mein Hirt [Psalm 23] - 3. Gott in der Natur [Gleim]).

LMV 374. Partitur. 19,90 €. LMV 374-01. Chorpartitur. 9,90 €.

 

Gottfried Heinrich Stölzel: Kantaten aus dem I. Kantaten-Jahrgang (1720/21)

Gottfried Heinrich Stölzel (1690 –1749) war einer der produktivsten Komponisten seiner Zeit. Neben zahlreichen Orchester- und Kammermusikstücken und mindestens 17 Opern schuf er über 1.350 nachgewiesene Kirchenkantaten, die somit im unbestrittenen Mittelpunkt seines Schaffens stehen. Über die Hälfte des gesamten Nachlasses gilt heute als verschollen.

Im erzgebirgischen Grünstädtel geboren, erhielt Stölzel die erste musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt. 1707 begab er sich nach Leipzig und wurde Schüler des Organisten und Musikdirektors an der Neukirche Melchior Hoffmann. 1712 unternahm der angehende Tonkünstler eine achtzehn Monate lange Reise nach Italien, lernte dort einige prominente Komponisten kennen, darunter Francesco Gasparini und Antonio Vivaldi, und machte sich mit den modernsten musikalischen Tendenzen vertraut. Ab dem 1. Januar 1718 erhielt Stölzel die Stelle eines Hofkapellmeisters in Gera, wechselte jedoch bereits im November 1719 in gleicher Funktion nach Gotha, wo er bis zu seinem Tod wirkte.

Im Laurentius-Musikverlag erscheinen die Kantaten aus Stölzels erstem Kantaten-Jahrgang (Gott-geheiligtes Singen und Spielen des Friedensteinischen Zions), herausgegeben von Denis Lomtev. Bisher sind erschienen:

 

Herr, lehre doch mich. LMV 379. Partitur. 14,00 €.

Befiehl dem Herrn deine Wege. LMV 380. Partitur. 16,00 €.

Das ist je gewisslich wahr. LMV 381. Partitur. 16,00 €.

Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht. LMV 382. Partitur. 16,00 €.

Er hat alles wohl gemacht. LMV 383. Partitur. 14,00 €.

Der Engel des Herrn lagert sich. LMV 384. Partitur. 16,00 €.

Wir haben hier keine bleibende Stätte. LMV 385. Partitur. 16,00 €.

Die da reich werden wollen. LMV 386. Partitur. 16,00 €.

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes. LMV 387. Partitur. 16,00 €.

Der Herr sendet eine Erlösung seinem Volk. LMV 388. Partitur. 18,00 €.

Widerstehet dem Teufel. LMV 389. Partitur. 16,00 €.

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. LMV 390. Partitur. 14,00 €.

Wer seine Missetat leugnet. LMV 391. Partitur. 14,00 €.

Meister, was muss ich tun. LMV 392. Partitur. 16,00 €.

Sie sind allzumal dienstbare Geister. LMV 393. Partitur. 16,00 €.

O wie ist die Barmherzigkeit des Herrn so groß. LMV 394. Partitur. 16,00 €.

Niemand kann zweien Herren dienen. LMV 395. Partitur. 14,00 €.

Fürchte dich nicht. LMV 396. Partitur. 14,00 €.

Einen andern Grund kann niemand legen. LMV 397. Partitur. 16,00 €.

Bleibe bei uns, denn es will Abend werden. LMV 398. Partitur. 16,00 €.

Ich will meinen Geist ausgießen. LMV 399. Partitur. 16,00 €.

Saget der Tochter Zion. LMV 400. Partitur. 16,00 €.

Wende meine Augen ab. LMV 401. Partitur. 16,00 €.

Also hat Gott die Welt geliebet. LMV 402. Partitur. 16,00 €.

Selig sind die Gottes Wort hören. LMV 403. Partitur. 16,00 €.

Küsset den Sohn, dass er nicht zürne. LMV 404. Partitur. 16,00 €.

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget. LMV 405. Partitur. 16,00 €.

Tue Rechnung von deinem HaushaltenLMV 406. Partitur. 14,00 €.

Erkennet doch, dass der Herr seine Heiligen wunderlich führetLMV 407. Partitur. 16,00 €.

Es ist hie kein UnterschiedLMV 408. Partitur. 14,00 €.

Siehe, hie bin ichLMV 409. Partitur. 16,00 €.

Komm herein, du Gesegneter des Herrn. LMV 411. Partitur. 16,00 €.

Ich habe Lust abzuscheidenLMV 412. Partitur. 18,00 €.

Das ist die Freudigkeit, die wir haben zu GottLMV 413. Partitur. 16,00 €.

Uns ist ein Kind geboren. LMV 414. Partitur. 22,00 €.

Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig. LMV 415. Partitur. 20,00 €.

Es danken dir, Gott, die VölkerLMV 416. Partitur. 16,00 €.

Ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht. LMV 450. Partitur. 14,00 €.

Gott, hilf mir! LMV 451. Partitur. 16,00 €.

Gehet ihr auch hin in den Weinberg. LMV 452. Partitur. 14,00 €.

Sie werden alt bei guten Tagen. LMV 453. Partitur. 16,00 €.

Freund, wie bist du herein kommen. LMV 454. Partitur. 14,00 €.

 

Mozart: Requiem d-Moll in der Bearbeitung von Heinrich Ritter von Spengel für Solostimmen, Chor, Streicher und Orgel (1852)

Mozarts Requiem gehörte schon bald nach seinem Tod zu seinen meistgespielten Werken. Früh entstanden auch verschiedene Bearbeitungen für den Haus- oder Konzertgebrauch, aber auch Einrichtungen für den liturgischen Gebrauch.

Die von Johannes Schachtner neu herausgegebene Fassung des bayerischen Staatsbeamten Henrich Ludwig Ritter von Spengel (1775-1865) für zehn Stimmen und Orgelbegleitung von 1852 entstand zum Gebrauch für kleine Kirchen-Musik-Chöre. Die Bearbeitung basiert auf der damals gängigen Druckausgabe mit den Ergänzungen von Franz Xaver Süßmayer.

Spengels Fassung des Mozart-Requiem erlaubt sowohl eine Aufführung mit Chor und Streichorchester (mit Orgel) als auch eine Aufführung mit klein besetztem Kammerchor und solistischen Streichern (plus Orgel) oder nur mit einem Solisten-Tentett.

Interessant ist an Spengels Bearbeitung auch, dass neben dem liturgischen lateinischen Text auch ein deutscher Text unterlegt ist. Die Textübertragung aus dem Jahre 1800 stammt von Christoph Daniel Ebeling (1741-1817) und ist eine sehr freie Nachdichtung des liturgischen Textes. Die Neuausgabe umfasst sowohl den lateinischen Text als auch die deutsche Nachdichtung (weitere Informationen hier).

 

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll in der Beabeitung von Heinrich Ritter von Spengel für Solostimmen, Chor, Streicher und Orgel (1852) mit dem lateinischen Originaltext und deutschem Text von Christoph Daniel Ebeling (1741-1817), herausgegeben von Johannes Schachtner.

LMV 361: Partitur. 69,00 €. - LMV 361-01: Chorpartitur: 22,00 €. - Einzelstimmen: LMV 361-02: Violine 1. 12,90 €. - LMV 361-03: Violine II. 12,90 €. - LMV 361-04: Viola I. 12,90 €. - LMV 361-05: Viola II. 9,50 €. - LMV 361-06: Violoncello, 14,50 €. - LMV 361-07: Kontrabass, 14,50 €. - LMV 361-08: Orgel 19,90 €.

Große Werke in kleiner Besetzung: Beethoven - Wagner - Chausson

Ludwig van Beethovens zwei Romanzen für Violine und Orchester in G-dur op. 40 und F-dur op. 50 sind Standardwerke des Konzertprepertoires. Beide Werke (in Beethovens früher Schaffensperiode entstanden) erfordern virtuose Technik und gestalterisches Feingefühl.

Gerhard Heydts Bearbeitung für Violine und Streichorchester ermöglich auch eine Aufführung ohne die im Original besetzen Bläser.

 

Ludwig van Beethoven: Zwei Romanzen für Violine und Streichorchester, bearbeitet von Gerhard Heydt.

LMV 188. Partitur. 19,00 €. LMV 188-01. Aufführungsmaterial leihweise.

 

"Studien zu Tristan" – so benannte Richard Wagner zwei seiner "Fünf Gedichte für eine Frauenstimme mit Pianoforte-Begleitung"; doch durchzieht alle fünf Wesendonck-Lieder der Tristan-Ton. Der gesamte Zyklus gilt seit seinem Erscheinen unzweifelhaft als eines der Meisterwerke deutscher Liedkunst. Original für Singstimme und Klavier wurde das Werk vor allem in der  Instrumentierung von Felix Mottl populär, der die Lieder für ein an der Tristan-Instrumentation angelehntes großes Orchester bearbeitete.

Gerhard Heydts Streichorchesterbearbeitung bewahrt mit ihrem kammermusikalischen Charakter die Intimität dieser Lieder. Seit der Erstaufführung der Streichorchesterbearbeitung im Oktober 2006 fanden bereits mehrere Dutzend Aufführungen statt, in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Holland, Japan und in Kirgisistan. Prominente Interpreten waren u.a. Juliane Banse, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn und das Stuttgarter Kammerorchester. Eine vollständige Übersicht der bisherigen Aufführungen finden Sie hier.

Inzwischen liegen zwei Versionen der Streichorchester-Fassung von Gerhard Heydt vor: eine Fassung für Sopran und Streichorchester (LMV 065) und eine für Alt und Streichorchester (LMV 239). Die Fassung für Sopran und Streichorchester ist in den Originaltonarten; die Tonarten der Fassung für Alt und Streichorchester entsprechen denen der Peters-Ausgabe für tiefe Stimme und Klavier (Der Engel - E-Dur, Stehe still! - a-Moll, Im Treibhaus - h-Moll, Schmerzen - A-Dur, Träume - F-Dur).

 

Richard Wagner: Wesendonck-Lieder für Sopran und Streichorchester bearbeitet von Gerhard Heydt.

LMV 065. Partitur. 19,00 €. Orchesterstimmen leihweise.

 

Richard Wagner: Wesendonck-Lieder für Alt und Streichorchester bearbeitet von Gerhard Heydt.

LMV 239. Partitur. 19,00 €. Orchesterstimmen leihweise.

 

Ernest Chausson (1855-1899) gilt als ein Vorläufer des musikalischen Impressionismus in Frankreich. Sein Liederzyklus  ‚Poème de l'amour et de la mer‘ (zwischen 1882 und 1892 nach Texten von Maurice Bouchor komponiert) gehört zu seinen Meisterwerken.

Gerhard Heydt gelingt es in seiner Streichorchesterfassung, die Farbigkeit und Vielfalt der Originalfassung für großes Symphonieorchester zu erhalten.

 

Ernest Chausson: Poème de l'Amour et de la Mer op. 19 für Mezzosopran und Streichorchester, bearbeitet von Gerhard Heydt.

LMV 173. Partitur. 22,00 €. LMV 173-01. Aufführungsmaterial leihweise.

Vier Orgelwerke von Ann-Helena Schlüter

Im Laurentius-Musikverlag sind vier Orgelwerke von Ann-Helena Schlüter erschienen, in denen sich die Komponistin u.a. musikalisch mit der Corona-Krise befasst.

Ann-Helena Schlüter, schwedisch-deutsche Komponistin, Pianistin, Organistin aus Würzburg; in Deutschland, USA, Australien und Österreich studiert; Konzertexamen Klavier Meisterklassendiplom bei Bernd Glemser, Konzertfach Orgel u.a. HfMDK Frankfurt am Main, HfK Heidelberg, HfM Würzburg; konzertiert weltweit, veröffentlicht CDs bei Hänssler Classic, Lyrikbände und Romane; internationale Preisträgerin.

Weitere Informationen zu Ann-Helena Schlüter und den vier neuen Werken finden Sie hier.

 

Ann-Helena Schlüter: Apocalyptica Covid-19. Silent Infection for Organ für Orgel (2020).

LMV 322. Spielpartitur. 12,00 €.

 

Ann-Helena Schlüter: Pandemic Dance. White Panic for Organ für Orgel (mit Zuspielband ad libitum) (2020).

LMV 323. Spielpartitur (mit Zuspiel-CD). 15,00 €.

 

Ann-Helena Schlüter: Stille stand Agonie für Orgel solo (2020)

LMV 324. Spielpartitur. 10,00 €.

 

Ann-Helena Schlüter: Tempelruf in zwei Teilen für Orgel solo (2020) [I Shalom, Glocken und Muezzin-Gesang - II Furcht, Seuche und Heimsuchung].

LMV 325. Spielpartitur. 16,00 €.

 

Gerhard von Keußler: Ausgewählte Werke

Der baltische Komponist Gerhard von Keußler (1874–1949) schuf ein beachtliches Oeuvre an Opern und Oratorien (auf eigene Texte) und sinfonischer Musik,  das in den 1920er- und 1930er-Jahren großen Erfolg hatte. Keußler wirkte nach seinem Studium am Leipziger Konservatorium in Prag, Hamburg und Stuttgart, ehe er zu Beginn der 1930er-Jahre für drei Jahre nach Australien ging.

Im Herbst 1935 kehrte er nach Deutschland zurück; er weigerte sich, der Reichsschriftumkammer beizutreten. Trotzdem konnte er (dank seiner Freundschaft mit Peter Raabe)  an der Preußischen Akademie der Künste eine Meisterklasse für Komposition  übernehmen, die er bis 1945 leitete. 1939 löst Keußler die 1926 in Prag und in Stuttgart gegründete “Gerhard von Keußler–Gesellschaft” zur Förderung seines Schaffens auf, als von ihm gefordert wurde, jüdische Mitglieder auszuschließen. Keußler wurde daraufhin aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen, was ein Aufführungsverbot seiner Werke bedeutete. Seit Mitte Mai 1941 lebte Gerhard von Keußler zurückgezogen bei Dresden, wo er am 21. August 1949 starb.

Der Laurentius-Musikverlag setzt sich mit einer Auswahlausgabe für die Wiederentdeckung der faszinierenden Musik Gerhard von Keußlers ein, die im Auftrag des Sudetendeutschen Musikinstituts (Träger: Bezirk Oberpfalz) von Denis Lomtev herausgegeben wird. Bisher sind acht Bände erschienen:

 

Band 1: Juninacht am Meer. Ein symphonisches Gedicht für Orchester.

LMV 310. Partitur. 27,00 €. LMV 310-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 2: Praeludium solemne für Orchester und Orgel (1934).

LMV 311. Partitur. 29,00 €. LMV 311-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 3: Die Burg. Eine vaterländische Tondichtung für Knabenchor, eine Altstimme und Orchester.

LMV 312. Partitur. 49,00 €. LMV 312-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 4: Morgenländische Phantasie für Orchester.

LMV 313. Partitur. 42,00 €. LMV 313-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 5: Symphonie d-Moll für großes Orchester und Orgel (1925).

LMV 318. Partitur. 59,00 €. LMV 318-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 6: Asma. Das Hohe Lied der Liebe zum griechischen Urtext komponiert und vom Komponisten ins Deutsche übertragen für Altsolo und Orchester (1927).

LMV 319. Klavierauszug. 28,00 €.

 

Band 7: Symphonie C-Dur für großes Orchester (1928).

LMV 340. Partitur. 89,00 €. LMV 340-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Band 8: Australia. Symphonische Phantasie für großes Orchester (1935).

LMV 357. Partitur. 79,00 €. LMV 357-01 Aufführungsmaterial leihweise.

 

Weitere Informationen über Gerhard von Keußler finden Sie hier. Ein ausführliches Porträt über Gerhard von Keußler erschien in der neuen musuikzeitung 6/2020: Wiederentdeckung eines "wahrhaft Freien".

 

Drei neue Orgelsymphonien von Andreas Willscher

Im Laurentius-Musikverlag sind drei neue Orgelsymphonien von Andreas Willscher erschienen. Willscher ist Organist des Hamburger Konvents St. Franziskus, seit 2000 auch Kirchenmusiker an St. Joseph, Hamburg-Wandsbek. Er komponiert Werke aller Sparten, darunter Opern, Symphonien, Oratorien, Konzerte (u.a. für Orgel, Streichorchester und Pauken; für Orgel, Akkordeonorchester und Pauken), Orgelmusik (u.a. 27 Orgelsymphonien, 6 Sonatinen), Kantaten, Motetten, Kammermusik und Lieder. Er erhielt zahlreiche Preise bei Kompositionswettbewerben sowie den Sudetendeutschen Kulturpreis 1995. Seit 2011 ist Willscher Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. 2012 erhielt er die Ansgar-Medaille des Erzbistums Hamburg für seine Verdienste um die Kirchenmusik.

 

Andreas Willscher: Symphonie Nr. 22 "Die Troppauer" für Orgel oder Harmonium (2017).

LMV 292. 19,00 €.

 

Andreas Willscher: Orgelsymphonie Nr. 26 "Die Böhmische" (2017).

LMV 293. 19,00 €.

 

Andreas Willscher: Orgelsymphonie Nr. 27 "Die Jiddische". Hommage an Selma Merbaum (2018).

LMV 294. 19,00 €.

 

Ein vollständiges Verzeichnis von Orgelmusik im Laurentius-Musikverlag finden Sie unter diesem Link oder hier zum Download::

Orgelmusik LMV 2019-11-09.pdf
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Portrait-CD von Khadija Zeynalova erschienen

Beim renommierten Label dreyer gaido ist eine Portrait-CD mit Kammermusik von Khadija Zeynalova erschienen (mit dem Untertitel "Vom Land des Feuers. Wege zwischen Aserbaidschan und Deutschland"). Die CD mit dem Ensemble Bridge of Sound ist eine Co-Produktion mit dem Deutschlandfunk. Die CD enthält fünf Werke, die im Laurentius-Musikverlag erschienen sind: die Sonate für Violoncello solo (LMV 296), die Violinsonate "Impressions" (LMV 298), das Streichtrio (LMV 222), das Streichquartett "Bilder vom Land des Feuers (LMV 223) und "Journey to love" für Saz, Violoncello und Akkoredon (LMV 301). Die CD ist u.a. bei jpc bestellbar.

 

Zwei symphonische Dichtungen von Alexander Ritter

Der deutsch-russische Komponist Alexander Ritter (1833–1896) hat in Dresden schon sehr früh Richard Wagner kennen gelernt und stand später mit ihm im regen Briefkontakt. Er studierte in Leipzig Violine bei Ferdinand David; 1844 bereits lernte er Franz Liszt kennen. Ritter gehörte zum Kreis von Peter Cornelius und Joachim Raff. Er war Violinist in der Weimarer Hofkapelle. 1854 heiratete er Franziska Wagner, eine Nichte von Richard Wagner. Nach Engagements als Geiger und Dirigent in Stettin, Würzburg und Chemnitz wurde er 1882 unter Hans von Bülow Konzertmeister an der Meininger Hofkapelle. In Meiningen lernte er auch Richard Strauss kennen, der später in seinen Erinnerungen schreiben sollte, dass Ritter „entscheidenden Ausschlag für meine zukünftige Entwicklung“ haben sollte. 1886 finden wir Alexander Ritter in München, wie er sich um die Förderung junger Komponisten kümmerte.

Ritters künstlerisches Denken und seine gesamte weitere Laufbahn blieb bis zuletzt von den Idealen der Neudeutschen Schule geprägt. Dieser Einfluss erstreckte sich insbesondere auf seine symphonischen Dichtungen. Ungeachtet einiger offensichtlicher Nachahmungen weisen diese Kompositionen wesentliche Merkmale eines eigenen Stils Ritters auf. Das gilt zumal für sein wenig bekanntes Spätwerk, die beiden selbständigen Orchesterstücke Charfreitag und Frohnleichnam (Originaltitel des Komponisten). Sie sind als eine Art musikalisches Diptychon auf christliche (katholische) Thematik angelegt. Beide entstanden in München: Das erste wurde am 20. Juni, das zweite am 6. Juli 1893 vollendet.

 

Alexander Ritter: Zwei symphonische Dichtungen: Charfreitag - Frohnleichnam für Orchester (1893). Erstausgabe, herausgegeben von Denis Lomtev.

LMV 299. Partitur. 28,00 €.

 

Frankfurter Krönungskantate von Gottfried Heinrich Stölzel

Gottfried Heinrich Stölzel (1690–1749), der als Hofkapellmeister in Gotha ab November 1719 bis zu seinem Tod wirkte, komponierte die Kantate Und der Herr sprach: Auf und salbe ihn anlässlich der Inthronisierung von Franz I. (1708–1765) zum deutschen Kaiser. Die diesbezüglichen Festlichkeiten begannen am Montag, dem 4. Oktober 1745, mit den Krönungsfestlichkeiten im Frankfurter Dom, durchgeführt von den Erzbischöfen von Köln, Mainz und Trier in Anwesenheit der Gesandten verschiedener Fürsten- und Herzogtümer. Die darauf folgenden Tage waren mit feierlichen Theater- und Konzertveranstaltungen gefüllt, und am Sonntag, dem 10. Oktober, fanden evangelische und katholische Dankgottesdienste in den Frankfurter Kirchen statt. Auf einem von denen erklang höchstwahrscheinlich die Kantate Stölzels, die nun in einer Erstausgabe des Moskauer Musikwissenschaftlers Denis Lomtev nach der autographen Partitur aus der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt vorgelegt wird.

 

Gottfried Heinrich Stölzel: Und der Herr sprach: Auf und salbe ihn. Kantate für Kaiserkrönung von Kaiser Franz I. (1745) für Soli (SATB), Chor (SATB) und Orchester. Erstausgabe, herausgegeben von Denis Lomtev.

LMV 295. Partitur. 34,00 €.

 

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Letzte Aktualisierung der Website: 20.02.2024