Moritz Deutsch: Zwölf Präludien

Moritz Deutsch war einer der berühmtesten und einflussreichsten Kantoren Mitteleuropas. Er wurde am 16.12.1818 in Nikolsburg (Mikulov) geboren, dem Zentrum der mährischen Juden. Moritz Deutsch wurde von seinen frommen Eltern früh für die theologische Laufbahn bestimmt. Sein in Nikolsburg begonnenes Talmud-Studium setzte er in Leipnik (Lipník nad Bevou), Eisenstadt und Preßburg (Bratislava) fort und schloß es mit der rabbinischen „Licentia docendi“ ab. Nachdem Moritz Deutsch schon als dreizehnjähriger Knabe in Nikolsburg als Vorbeter fungiert hatte, entschloss er sich für den Beruf des Kantors. Er ging in Wien beim berühmten Salomon Sulzer in die Lehre. Am Wiener Konservatorium studierte er seit Oktober 1841 Gesang bei Laurenz Weiß und Klavier bei Joseph Fischhof; die Prüfung als Sänger und Musiklehrer bestand er im Juli 1842 mit Bravour. So wurde er 1842 als zweiter Kantor und Stellvertreter Sulzers am Tempel in der Seitenstettengasse in Wien angestellt.

Im November 1844 wurde Deutsch als erster Kantor und Chordirigent an die große Synagoge in Breslau berufen; für die Breslauer Gemeinde wirkte Deutsch bis zu seinem Tod am 27.2.1892 für fast ein halbes Jahrhundert. Er begründete 1859 ein Institut zur Ausbildung jüdischer Kantoren, das er bis 1885 leitete; zahlreiche renommierte Kantoren gingen aus dieser Einrichtung hervor. Deutsch veröffentlichte eine Reihe von Musikwerken für die Synagoge, so u.a die „Deutschen Synagogen- und Schullieder“ (1867) und die „Breslauer Synagogengesänge“ (1880).

 

 

Moritz Deutsch: Zwölf Präludien für Orgel oder Pianoforte zum gottesdienstlichen und häuslichen Gebrauch nach alten Synagogen-Intonationen (Synagogale Musik von Kantoren aus Böhmen und Mähren, Band 9).

LMV 069. 16,00 €.

 

 

LMV 069 Moritz Deutsch: Zwölf Präludien für Orgel (Probepartitur)
LMV 069 Deutsch Präludien.pdf
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