Emanuele C. Torrente

Der 1978 in Cassino (Italien) geborene klassische Gitarrist und Komponist Emanuele C. Torrente schloss sein Studium mit Auszeichnung am L. Cherubini Konservatorium in Florenz in der Klasse von Alfonso Borghese ab, einem Schüler Andres Segovias. Zur Fortbildung und Weiterbildung besuchte er im Anschluss die Scuola di Musica di Fiesole, wo im Jahre 2003 auch die erste Uraufführung einer seiner Kompositionen, dem Streichtrio Elegia Notturna stattfand. Zur selben Zeit wurde sein Streichquartett Archiemìa im Institut der französischen Botschaft Florenz uraufgeführt, woraufhin er sich verstärkt dem Komponieren widmete.

Emanuele C. Torrentes vornehmliches Interesse gilt der Verschmelzung von Swingjazz und traditioneller Kontrapunktik, die beispielhaft in seiner Jazz-Suite für Geige, Gitarre und Cello und seiner Invenzione continua a due strumenti und Invenzione Continua a tre strumenti zu hören ist.

Ein besonderer Moment in seiner Karriere war die Zusammenarbeit mit dem aufstrebenden, jungen Stern am italienischen Geigenhimmel, Carlotta Nobile (1988-2013), die im Jahre 2009 mit großem Erfolg seine Fantasia Onirica auf einer Ihrer Italientourneen uraufführte. Es folgten weitere Zusammenarbeiten in Konzerten, Aufnahmen und Produktionen mit renommierten Musikern in Italien, wie dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Polen, Großbritannien, sowie über die Grenzen Europas hinaus in den USA und Japan.

Längere Aufenthalte in den USA in den Jahren 2010 und 2012 erweiterten sein Netzwerk und Einfluss gleichermaßen. Neben der Organisation von musikalischen Veranstaltungen wie für die Società di San Giovanni Battista und an der Universität Bologna, gab er im Jahre 2009 das erste klassische Konzert in der Geschichte der Ägadischen Insel Marettimo und folgte 2015 der Einladung der Stadt Gesualdo, um die Wiedereröffnung des Schlosses von Prinz Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613) mit einer öffentlichen Rede über die mögliche Verbindung zwischen italienischer und deutscher Kultur sowie einer Auftragskomposition, zu feiern. Die Komposition zu Ehren Gesualdos wurde ein 5-stimmiger Madrigal Contrappunti per Gesualdo zu einem Text (Einst vor tausend Jahren) von Herman Hesse.

Im Laurentius-Musikverlag erschienen:

 

Epicedio Greco per violino e chitarra.

LMV 278. Partitur & 2 Stimmen. 12,00 €.