Laurentius-Musikverlag

​Der Laurentius-Musikverlag wurde im Jahr 2004 in Frankfurt a.M. von Wolfram Hader gegründet. Wolfram Hader hat an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Musikwissenschaft und Neuere Geschichte studiert. Während seines Studiums und seines Promotionsstudiums war er lange Jahre Mitarbeiter in der Redaktion der Denkmälerreihe "Das Erbe deutscher Musik" in Tübingen bei Prof. Dr. Thomas Kohlhase, seinem akademischen Mentor. Hader verfasste seine Dissertation über Requiem-Vertonungen in der Dresdner Hofkirchenmusik von 1720 bis 1764. Für die Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag von Johann Adolf Hasse fertigte Wolfram Hader eine Ausgabe des Requiems Es-Dur des Dresdner Hofkapellmeisters an; die erste Wiederaufführung erfolgte durch den Bergedorfer Kammerchor in St. Jacobi Hamburg. Diese Ausgabe und weitere Ausgaben von Werken der Dresdner Hofkirchenmusik des 18. Jahrhunderts bildeten einen Ausgangspunkt für die Gründung des Laurentius-Musikverlages. Seit 1998 leitet Wolfram Hader das Ensemble Moravia cantat, dessen Schwerpunkt die reiche Musiktradition der böhmischen Länder bildet. Viele der Werke, die Hader mit Moravia cantat einstudiert, sind im Laurentius-Musikverlag erschienen (u.a. die „Ukvalske pisně“ von Leoš Janáček und die „Sechs jiddischen Lieder“ von Viktor Ullmann). Mit Moravia cantat studierte Wolfram Hader auch ein Programm mit jüdischer Musik aus den böhmischen Ländern ein; dafür führte er umfangreiche Recherchen im Bereich der synagogalen Musik durch und entdeckte zahlreiche synagogale Chorwerke jüdischer Kantoren aus Böhmen und Mähren wieder, die er in einigen Notenausgaben im Laurentius-Musikverlag publizierte. Zu diesen Ausgaben kam in jüngerer Zeit auch Orgelmusik von Louis Lewandowski hinzu. Seit 2013 wirkt Hader auch im Interreligiösen Chor Frankfurt mit, für den er auch immer auf der Suche nach spannenden Psalm-Vertonungen jüdischer Komponisten ist. Einen weiteren Schwerpunkt des Laurentius-Musikverlages bilden Werke von Widmar Hader, dem Vater des Verlagsgründers. In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Simbriger-Stiftung und dem Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg (Träger: Bezirk Oberpfalz) sind in den letzten zwei Jahren zahlreiche Ausgaben mit Werken sudetendeutscher (und ostdeutscher) Komponisten erschienen. Der Musikwissenschaftler Thomas Emmerig, der diese Ausgaben ediert, machte sich auch um die Wiederentdeckung des Oberpfälzer Komponisten Max Jobst verdient, dessen Werke er in einer Auswahl-Ausgabe im Laurentius-Musikverlag herausgibt.

Prominente Interpreten, die schon Werke aus dem Laurentius-Musikverlag aufgeführt haben:

 

- Juliane Banse

- Thomas Bauer

- Cornelia Götz

- Kristiane Kaiser

- Gerhard Siegel

- Atlantic Brass Quintet

- Dresdner Kammerchor

- Europäischer Synagogalchor

- Stuttgarter Kammerorchester

- Kurpfälzisches Kammerorchester

- Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

- Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim